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Reisebericht Insel Mljet

Ein Naturparadies

Die Insel Mljet ist für Kroatienbegeisterte Urlauber und Reisende ein echter Insidertipp. Im Süden der Halbinsel Peljesac erstreckt sich die nur circa 100 Quadratkilometer große Insel, die mit knapp 1400 Einwohner nicht sonderlich dicht bevölkert ist und somit vor allem eines gewährleistet: Ruhe und Erholung pur. Naturliebhaber kommen hier besonders auf ihre Kosten, denn den Beiname „Grüne Insel“ Trägt Mljet nicht zu unrecht. Über 70 Prozent der Oberfläche der Insel ist bewaldet. Primär erstrecken sich Aleppokiefern und Pinien über die hügelige Landschaft der Insel. Seit 1960 ist der gesamte Westen der Insel Mljet zum Nationalpark erklärt. Die außergewöhnlich schöne Flora und Fauna der Insel ist der Grund dafür, dass dieser Abschnitt unter Kennern als einer der schönsten Insellandschaften von ganz Kroatien gilt.

Mit einer Gesamtgröße von über 50 Quadratkilometern nimmt der Nationalpark Mljet über die Hälfte der Insel ein. Ein beeindruckendes Naturschauspiel bietet sich Besuchern zudem im Nordwesten auf. Hier befindet sich ein in dieser Form einmaliges Gebiet an Seen. Zwei miteinander verbundene Seen mit direktem Zufluss zum Meer bringen Naturbegeisterte ins Schwärmen. Einheimische nennen sie „Großer und Kleiner See“, da der Veliko mit einer Größe von 24 ha im Gegensatz zum 145 ha großen Malo Jezero See eher überschaubar ist. Hier findet man als Besucher auch das bedeutendste Bauwerk Mljets. Das Benediktinerkloster ist auf einer kleinen Marieninsel im See Veliko Jezero gelegen. Im Jahr 1960 wurde das Kloster zu einem damals sehr gut laufenden Hotel ausgebaut, welches heute jedoch leider wieder geschlossen ist. Die ehemaligen Mönchzellen boten den Gästen damals Unterschlupf. Doch dies ist noch längst nicht alles. Viele weitere kleinere Karsthöhlen und –seen befunden sich im direkten Inneren der Insel und bieten jedem Besucher einen beeindruckenden Anblick.

Auch Tierliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, denn Mljet ist Heimat vielerlei Dammhirsche, Mungos und Wildschweinen. Besonders die Mungos sind interessant, da sie damals als ihr natürlicher Feind speziell zur Vernichtung von Giftschlangen eingeführt worden sind. Dies war äußerst erfolgreich, da es heute kaum noch Giftschlangen auf der Insel gibt, dafür jedoch umsomehr Mungos. Eine Vielzahl an seltenen Vogelarten und Eidechsenvarietäten ist genauso vorzufinden, wie eine vielfältige und abwechslungsreiche Pflanzenwelt. Den Nationalpark erkundet man am besten zu Fuß oder auch mit einem Fahrrad, da die Wege durch den Park malerisch schön und interessant sind. Zudem sind bestimmte Gebiete des Parks für Autos unzugänglich. Die beiden Seen Veliko und Malo Jezero lassen sich zudem prima mit dem Kanu erkunden. Die Insel ist speziell für Tagesausflügler geeignet, die meistens aus Dubrovnik kommen. Die Möglichkeit länger auf der Insel zu verweilen bietet sich jedoch natürlich ebenfalls. Mehrere Hotels und Apartments stehen für Urlauber zur Verfügung. Wer hier verweilt, sucht absolute Ruhe und einmalig unberührte Natur. Zur Entspannung bieten sich vor allem die vielen Kies- und Sandstrände an.

Die Ortschaft Babino Polje ist mit 500 Einwohner als Hauptort der Insel zu bezeichnen. Sie liegt zudem direkt im Zentrum der Insel und ist nur circa 6 Kilometer vom Hafen Sobra in südlicher Richtung gelegen. Sobra ist für Touristen der Drehpunkt und Angelpunkt der Insel. Hier fahren diverse Fähren nach Dubrovnik und Rijeka. Auch für Taucher ist die Insel Mljet ein sehenswerter Ort, da der kleine und sehr ruhige Ort Pomena im Nordwesten ganz in der Nähe der beiden Seen über eine idyllische Tauchbasis verfügt.