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Die Stadtmauer von Dubrovnik – Teil 2

Unseren Spaziergang setzen wir nun immer weiter in Richtung Süden fort. Hier können wir in regelmäßigen Abständen immer wieder einen herrlichen Blick auf die im Stadthafen befindliche Mole werfen, der sich ebenfalls prima für den ein oder anderen Schnappschuss eignet. Zur Hochsaison des Tourismus ist die Mole sehr gut gefüllt. Auch diverse Kreuzfahrer, die mit ihren Aussetzbooten zurück zu ihren Kreuzfahrtschiffen geführt werden, finden wir dort je nach Tageszeit in einer Vielzahl vor. Der lange Weg die Treppen herunter bis hin zu unserem eigentlichen Ziel, dem Fort Sv Ivan, führt uns schließlich auf um das riesige Hafenbecken herum.

Zu rechnen ist mit einer weiteren Kontrolle des Tickets, da sich hier ein weiterer Aufgang befindet. Nur Schritte hiervon entfernt bietet sich Reisenden und Urlaubern die Gelegenheit einen kleinen Imbiss zu sich zu nehmen oder den Getränkevorrat aufzufüllen. Das kleine Geschäft verfügt sogar über einige Sitzgelegenheiten und Tische. Im Süden der Altstadt, wo wir uns nun befinden, ändert sich das Bild der Stadtmauer sehr, sodass sich die breite und konfortable Lauffläche zu einem schmalen Weg transformiert. Die Stadtmauer ist auf der Seite des Sees zwischen dem Fort Bokar, welches sich im Westen befindet, und dem Fort Sv Ivan, das sich im Osten niederlässt, äußerst eng, sodass entgegenkommende Spaziergänger oftmals zu einem Problem werden können. Der Anblick von nahezu vollständig zerstörten Ruinen ist ebenfalls keine Seltenheit mehr. Eine interessante Anmerkung hierbei ist, dass während der Belagerung von Dubrovnik in den Jahren 1991 bis 1992 im bislang letzten Balkankrieg vielerlei Gebäude zerstört worden sind. Die Ruinen dieser Bauwerken lassen sich von hier oben prima begutachten. Dreht man sich als Spaziergänger nun in Richtung See, so kann man ohne Probleme einen herrlichen Blick auf die Vorsprünge der Felsen direkt am Fuß der Mauer hinab werfen.

Gehen wir nun weiter Richtung Süden, so erreichen wir nach kürzester Zeit schon den südlichsten Punkt der Stadtmauer von Dubrovnik. Den St Margareten Turm. Von diesem aus bietet sich uns ein schöner Blick auf einen weiteren interessanten Abendaufenthalt. Von hier aus können Spaziergänger nämlich auf die in Dubrovnik berühmte Buza Bar blicken, beziehungsweise auf dessen Terrasse, die für ihren besonders imposanten Ausblick vor allem beim Sonnenunter- und Sonnenaufgang bekannt ist. Die Buza Bar befindet sich selbstverständlich außerhalb der Stadtmauer, genauer gesagt auf einem kleinen Felsvorsprung. In Richtung Landseite können wir ein gut beleuchtetes Schild entdecken, das auf kühle Getränke weist. Dies ist der Weg zu einem Durchgang durch die Stadtmauer, die auf direkten Weg zur Buza Bar führt. Ein Besuch in dieser ist eine definitive Empfehlung wert, da der Ausblick wirklich fantastisch ist. Im südlichsten Teil der Stadtmauer und damit auch dem südlichsten Teil der gesamten Altstadt sieht man des Weiteren, wie die Einmischen aus Dubrovnik die in diesem Teil vorherrschende Enge der Alstadt für ganz private Grünflächen nutzen. Da keine großen Felder möglich sind, werden Treppen, Bretter, Gitter und sonstiges beplanzt und teilweise sogar an den Wänden der Häuser angebracht. Viele Wohnungen verfügen sogar über einen ganz eigenen Zugang zur Stadtmauer selbst, während andere den sich bietenden Platz nutzen, um Wäscheleinen zu montieren, auf denen sie das ganze Jahr über ihre nasse Wäsche trocknen. Ein imposanter Anblick und definitiv den ein oder anderen Schnappschuss wert.

Vom südlichsten Teil führt der Weg der Urlauber und Reisenden nun weiter bergab, diesmal jedoch in Richtung Westen zum nächsten und gleichzeitig auch letzten äußerst markanten Punkt des Rundgangs. Das Fort Bokar ist ein fantastischer Aussichtspunkt, der eine sehr hohe Sichtweite offenbart. Von hier aus sind die kleine Mole des Teils der Stadt Pile ebenso wie das Museum der Volkerkunde Rupe ausgezeichnet zu betrachten. Das am Anfang unseres Rundgangs bereits begutachtete Fransikanerkloster kann erneut, diesmal jedoch aus einer deutlich weiteren Perspektive, betrachtet werden. Damit näher sich der Spaziergang auch schon seinem Ende, doch vorher können die Reisenden noch einmal den Innenhof des einstigen Klarissenklosters betrachtet, der eine Vielzahl sehr großer Sonnenschirme offenbart. Vor dem endgültigen Abstieg ist es durchaus empfehlenswert, einen letzten Blick auf den Poljana Paska Milicevica Platz zu werfen, der den großen Onofrio Brunnen beherbergt. Insgesamt wird für den Rundgang inklusive der ein oder anderen Pause in etwa 2 Stunden benötigt, die sich jedoch definitiv lohnen.