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Reiseführer Ban Jelacic Platz in Zagreb

Wenn man von dem Herz der Stadt Zagreb spricht, so verstehen Insider und Einheimische darunter nur eines: den Ban Jelacic Platz. Er ist Treffpunkt für Personen aller Altersklassen, Jung findet sich hier ebenso ein wie Alt. Doch der Ban Jelacic Platz ist nicht nur Sammelpunkt für Touristen, auch für die Einheimischen in Zagreb ist er Dreh und Angelpunkt ihrer Aktivitäten und somit für Urlauber und Reisende der perfekte Ort, um die Kultur vor Ort direkt und ungeschnitten zu erfahren.

Umgeben ist der altehrwürdige Platz von vielerlei alten Häuseren und Bauwerken, ebenso wie von diversen Zagreber Kaffeehäuser, die für ihre besonders hochwertige Qualität bekannt sind und für Touristen definitiv einen ausführlichen Besuch wert sind. Wer historisch begeistert ist, der sollte Besucher des Ban Jelacic Platzes unbedingt das Gebäude mit der Hausnummer 15 begutachten, denn dieses ist das älteste der Umgebung und wurde schon im Jahr 1827 fertiggestellt. Für Unterhaltung sorgen viele Straßenmusiker und Gaukler, die jedoch nicht wie in anderen Ländern üblich penetrant und aufdringlich wirken, sondern die gemütlich plaudernden Besucher der vielen Kaffeehäuschen dezent unterhalten. Angelegt wurde der Ban Jelacic Platz im Übrigen schon im 17. Jahrhundert als damaliger Marktplatz. Die Siedlungen Kaptol und Gradec drohten an ihrer Überbevölkerung zu scheitern, weshalb man mit diesem neuen Markplatz eine neue Plattform schaffen wollte. Diese Vorhaben gelang und bis heute ist der Ban Jelacic Platz ist sehr guter Verfassung und von hohem Stellenwert für die Gesellschaft.
In der kroatischen Muttersprache trägt der heutige Ban Jelacic Platz den Namen Trg bana Josipa Jelacica. Überhaupt wechselte der einstige Markplatz oft seinen Namen. Bei seiner Gründung im 17. Jahrhundert trug er den Namen Manu Evac Platz. Er wurde damals nach der gleichnamigen Quelle benannt, die an diesem Platz entsprang. Einige Zeit später wurde der Markplatz schließlich Harmica genannt, ein unglücklicher Name, da so die sogenannten Zwangsabgaben genannt worden sind, die jeder einzelne Verkäufer auf dem heutigen Ban Jelacic Platz als Steuer zahlen musste. Mitte des 19. Jahrhunderts trugt der Platz erstmals seinen heutigen Namen, wurde jedoch kurz darauf gleich wieder umbenannt. Eine Folge der kommunistischen Regierung jener Zeit, die den Platz Trg republike taufte, was auf Deutsch soviel wie Platz der Republik bedeutet. Nachdem Kroatien im Jahr 1991 seine Unabhängigkeit erklärte, wurde der einstige Markplatz schließlich wieder in Ban Jelacic Platz benannt.

Geht man vom Zentrum des Ban Jelacic Platzes Richtung Osten, so kann man den Mandu Evac Springbrunnen entdecken, der genau an der Stelle steht, an der sich damals die früher namensgebende Mandu Evac Quelle befand. Die Quelle spielt für die Geschichte der Stadt Zagreb eine bedeutende Rolle, denn Einheimische verbreiten seit jeher eine Legende, in der eben jene Quelle für die endgültige Entstehung des Stadtnamens Zagreb verbunden ist. So soll der Legende nach ein Banus, wie die Herrscher im 19. und 20. Jahrundert genannt worden sind, einem jungen Mädchen, das an der Manu Evac Quelle stand, zugerufen haben „Mandusa, schöpfe“. Hieraus ist dann im Kroatischen der Name der Quelle Manu Evac entstanden und später der Name der Stadt Zagreb. Ob der Name der Stadt nun wirklich von diesem Ereignis abstammt, darf selbstverständlich wie bei allen Legenden bezweifelt werden. Einheimische jedoch glauben fest an die Entstehung ihres Stadtnamens auf diese Art und Weise. Wie bereits erwähnt steht an der Stelle, an der ehemals die Manu Evac Quelle entsprang, heutzutage ein Quellbrunnen. Wie bei so ziemlich allen Brunnen soll ein Münzwurf in diesen selbstverständlich Glück bringen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem Ban Jelacic Platz ist neben dem Quellbrunnen eine äußerst imposante Statue inmitten des Zentrums des einstiges Markplatzes. Hier ist der Namensgeber des Platzes für die Ewigkeit festgehalten. Der Nationalheld Kroatiens aus dem Jahr 1948 mit dem Namen Ban Josip Jelacic sitzt mit einem eindrucksvollen Sebel in der Hand auf einem edlen Pferd aus Bronze. In der Zeitspanne des sozialistischen Jugoslawien wurde die Stauen selbstverständlich vom Platz entfernt und erst im Jahr 1991, nachdem Kroatien seine Unabhängigkeit erklärte, wieder auf seinen rechtmäßigen Platz zurückgestellt. Die Verkehrsanbindungen sind ausgezeichnet und so herrscht an der Straßenbahnhaltestelle im Süden des Ban Jelacic Platzes ein außerprdentlich reges Treiben. Die elektronisch angetriebene Straßenbahn fährt vom einstigen Marktplatz in nahezu alle Richtungen der Stadt. Alle wichtigen Straßen und Wege der Stadt Zagreb führen zudem ebenso zum Ban Jelacic Platz.